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Eggenberger Rechentest 1+ R
Diagnostikum für eine Lernentwicklungsstörung in Mathematik für das Ende der 1. Schulstufe bis zur Mitte der 2. Schulstufe
Revidierte Fassung des ERT 1+, komplette Überarbeitung und Neunormierung 2026
von Hubert Schaupp, Norbert Holzer, Friederike Lenart, Ursula Grasser, Robert Schütky, Ursula Skrabitz
Einsatzbereich
Ende der 1. Schulstufe bis zur Mitte der 2. Schulstufe.
Inhalt
Der ERT 1+ R eignet sich speziell zur Erkennung einer Lernentwicklungsstörung in Mathematik bzw. als Unterstützung zur Diagnose von Dyskalkulie. Er erfasst sehr genau anhand von 13 Skalen bzw. vier Faktoren die Rechenleistung mit einer Feindifferenzierung im unteren Leistungsbereich. Er kann als Gruppentest bei ganzen Klassen und Gruppen sowie als Einzeldiagnostikum angewandt werden. Der Test ist bestens geeignet für flächendeckende Qualitätssicherung, denn Gruppenleistungsprofile bringen Informationen über die mathematischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ganzer Klassen. Neben der Diagnostik einer Lernentwicklungsstörung in Mathematik (Rechenschwäche) und Dyskalkulie gibt der ERT 1+ R zusätzlich Aufschluss über das konkrete Ausmaß einer solchen Störung.
Zuverlässigkeit
Die interne Konsistenz des Gesamtverfahrens liegt bei Cronbachs Alpha = .97, mit Werten zwischen .78 bis .94 für die vier Faktoren, was als gut bis sehr gut bezeichnet werden kann. Die Retestreliabilität liegt nach ein bis zwei Wochen für den Gesamtwert bei rtt = .80, nach drei bis vier Monaten bei rtt. = 79.
Testgültigkeit
Eine Konstruktvalidierung mit dem DEMAT 1+ ergibt einen Zusammenhang von r = 77. Die Faktorenanalyse bestätigt die vier Faktoren des Tests und zeigt eine Varianzaufklärung von 64%. Bezüglich der Kriteriumsvalidität baut das Verfahren auf die Ergebnisse von ERT 1+ auf (differenzierte pädagogische Beurteilung und Mathematiknoten).
Normen
Der ERT 1+ R wurde an über 2.000 Kindern im Grundschulalter normiert. Sowohl für den Gesamtwert, die vier Faktoren wie auch die Einzelskalen liegen Prozentrangnormen bzw. T-Werte vor. Zudem stehen Vergleichswerte für die individuellen Bearbeitungszeiten zur Verfügung. Die Normen beziehen sich auf drei ausgedehnte Zeiträume: Ende der 1. Schulstufe (die letzten 8 Wochen der 1. Schulstufe), Anfang der 2. Schulstufe (die ersten 13 Wochen der 2. Schulstufe) und Mitte der 2. Schulstufe (zwischen der 14. und 35. Woche der 2. Schulstufe).
Bearbeitungsdauer
Für die Durchführung des Verfahrens in der Gruppe eignen sich grundsätzlich zwei Schulstunden, wobei die individuellen Bearbeitungszeiten pro Teil zwischen 7 Minuten und 40 Minuten liegen. Für die gesamte Auswertung des ERT 1+ R werden ca. 5 bis 7 Minuten benötigt.
Erscheinungshinweis
In Anwendung seit 2026.
Copyright-Jahr
2026
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