Auswahl von IT-Nachwuchskräften bei der FDM Group


Hogrefe Consulting hat die FDM Group dabei unterstützt, den Auswahlprozess für IT-Nachwuchskräfte zu optimieren. Ziel war es, die Aussagekraft des Gesamtprozesses zu erhöhen und somit das Risiko von Fehlentscheidungen sowie Zeiteinsatz und Kosten im Prozess zu senken.


Die FDM Group ist ein internationaler IT-Dienstleister, der Hochschulabsolventen im Rahmen eines mehrmonatigen IT-Traineeprogramms gezielt auf eine Tätigkeit als IT-Consultant und den späteren Projekteinsatz bei Kunden vorbereitet. Zur Auswahl der IT-Nachwuchskräfte für das Traineeprogramm durchlaufen pro Jahr fast 500 Bewerber in Deutschland ein internes Assessment Center. Hogrefe Consulting hat die FDM Group dabei unterstützt, diesen Auswahlprozess zu optimieren: beginnend bei der Ableitung von relevanten Erfolgsfaktoren bis hin zur konkreten Erarbeitung des Auswahlprozesses, der Implementierung von standardisierten Testverfahren und des Trainings der Assessoren.

Fragestellung

Als expandierendes, internationales Unternehmen im Bereich der IT-Beratung verzeichnet die FDM Group einen stetig wachsenden Bedarf an IT-affinen Nachwuchskräften. Um diesen Bedarf zu decken, werden Hochschulabsolventen verschiedenster Fachrichtungen im Rahmen des FDM Traineeprogramms zu IT-Consultants qualifiziert. Jeder Kandidat erhält dazu ein 3 bis 4-wöchiges Basistraining, gefolgt von einem fachspezifischen Training, das etwa 8 bis 14 Wochen dauert. Nach diesem Training können die Kandidaten ihr erworbenes Wissen in einem 18-monatigen Projekteinsatz bei namenhaften Kunden direkt einsetzen.

Zur Rekrutierung dieser IT-Trainees durchlaufen jährlich knapp 500 Bewerber ein internes Auswahlverfahren. Da die Qualifizierung der Trainees mit durchschnittlichen Kosten in fünfstelliger Höhe verbunden sind, stellen Fehlbesetzungen im Sinne eines Abbruchs oder Nichtbestehens des Traineeprogramms für die FDM Group einen erheblichen Verlust dar. Da der bisherige Auswahlprozess aufgrund von unspezifischen Anforderungen und nicht standardisierten Auswahlverfahren zu Fehlbesetzungen von bis zu 15 % führte, sollte durch eine Umstrukturierung des Auswahlprozesses die Aussagekraft erhöht und das Risiko von Fehlbesetzungen minimiert werden. Darüber hinaus sollte der Prozess zeit- und kosteneffizienter gestaltet werden.

Lösungen

Hogrefe Consulting hat die FDM Group in allen Prozessschritten unterstützt, wobei die Empfehlungen der DIN 33430 berücksichtigt wurden:

1. Anforderungs-Prozess-Workshop

Das bisherige Kompetenzmodell der FDM Group wurde erweitert und konkretisiert. Basierend auf einem multimodalen Ansatz wurde das Kompetenzmodell mit den ausgewählten diagnostischen Methoden – u.a. mit einem Interview, einer Case Study und dem Matrizentest DESIGMA® (Design a Matrix) – gemacht. Ebenso wurden im Rahmen des Workshops die einzelnen Auswahlschritte erarbeitet:

2. Anwenderqualifizierung zu den Testverfahren

Um einen professionellen Umgang mit den ausgewählten psychometrischen Testverfahren entsprechend der DIN 34430 zu gewährleisten, nahmen alle am Auswahlprozess beteiligten Mitarbeiter der FDM Group an einem Qualifizierungsseminar teil.

3. Interviewtraining der Assessoren

Um den Nutzen der Verfahren im Assessment Center zu erhöhen, erhielten die FDM-Assessoren ein Training zum Führen von verhaltensbezogenen Validierungs-Interviews sowie einer Beobachterschulung.


Ergebnisse und Fazit

Das Assessment Center der FDM Group wurde seit Ende 2015 schrittweise umgestellt. Seitdem haben bereits mehrere hundert Teilnehmer das AC erfolgreich durchlaufen. Erste Evaluationen lassen auf eine deutliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Auswahlprozess schließen – sowohl im Hinblick auf die Prognosegüte als auch bezogen auf Kosten, Durchführungszeit und Akzeptanz seitens der Teilnehmer:

  • Die Anzahl an Trainees, die das Programm vorzeitig abgebrochen haben oder sich als nicht geeignet herausstellten, wurde von 15 % auf unter 4 % reduziert.
  • Die Kosten durch Fehlbesetzungen wurden innerhalb des ersten Jahres nachweislich um über 300.000 € gesenkt.
  • Die Durchführungszeit pro Assessment Center wurde bei gleichbleibender Anzahl an Bewerbern (etwa 10 Teilnehmer pro AC) im Schnitt um über 1,5 Stunden verkürzt.
  • Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen den Ergebnissen im AC und den Testergebnissen im Matrizenverfahren DESIGMA® (Korrelation von r = .34) – obwohl den Assessoren des AC die Testergebnisse vorab nicht zugänglich waren.
  • Verglichen mit dem vorherigen Auswahlprozess zeigte sich beim Einsatz der neuen Auswahlinstrumente – gemessen an der Rückmeldung der Bewerber und Assessoren – eine deutliche Verbesserung der Akzeptanz.

Abschließend lässt sich festhalten, dass durch die Erarbeitung eindeutig definierter Anforderungen, dem Einsatz des DESIGMA® sowie einem fundierten Training der Assessoren die Auswahlentscheidungen der FDM Group deutlich verbessert werden konnten.Oer

 

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