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Nach dem Suizidversuch: therapeutisch wirksam handeln

Suizidversuche stellen Psychotherapeut*innen vor besondere fachliche und emotionale Herausforderungen. Gerade die Zeit nach einem Suizidversuch ist mit einem erhöhten Risiko für erneute Krisen verbunden und erfordert gezielte therapeutische Interventionen, die über die Behandlung der zugrunde liegenden psychischen Störung hinausgehen.

Im Interview zum Buch „Psychotherapeutische Intervention nach einem Suizidversuch“ erläutern die Autor*innen PD Dr. Gerd Wagner, Dr. Lydia Bahlmann und Marlehn Lübbert, warum suizidales Verhalten als eigenständiges therapeutisches Phänomen verstanden werden sollte und welche Konsequenzen sich daraus für die klinische Praxis ergeben. Vorgestellt wird das RISE‑Programm, das Schlüsselelemente der kognitiv‑behavioralen Therapie und der Akzeptanz‑ und Commitment‑Therapie (ACT) kombiniert und in fünf strukturierten Einzelsitzungen im stationären oder ambulanten Setting umgesetzt werden kann. 

Man sieht eine Betonwand, in der ein Loch ist, durch das Loch ist eine Wiese und blauer Himmel zu sehen und helles Licht von der Sonne

Bild: Shutterstock / Svet foto

Wie häufig sind Suizidversuche aktuell – und warum brauchen Betroffene nach einem Versuch besondere therapeutische Angebote?

Suizidversuche und Suizide gehören zu den gravierendsten, aber am wenigsten sichtbaren Gesundheitsproblemen unserer Zeit. In Deutschland sterben jedes Jahr über 10.000 Menschen durch Suizid – etwa 28 Menschen pro Tag. Damit sterben hierzulande mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen, HIV und Gewalttaten zusammen. 

Doch diese Zahl zeigt nur die Spitze des Eisbergs. Auf jeden Suizid kommen zehn bis zwanzig Suizidversuche, es unternehmen also jedes Jahr in Deutschland weit über 100.000 Menschen einen Suizidversuch.

Und darüber hinaus gibt es eine noch größere Gruppe von Menschen mit Suizidgedanken. Suizidgedanken sind dabei häufiger als gemeinhin angenommen. Schätzungen zufolge erlebt mindestens jeder Zehnte im Laufe seines Lebens solche Gedanken. 

In einer aktuellen Studie von Teismann und Kollegen aus dem Jahr 2024 (DOI: 10.1016/j.jad.2024.02.019) zeigte sich zudem, dass 36,7 % der erwachsenen Patient*innen zu Beginn einer Psychotherapie von Suizidgedanken berichteten – ein Hinweis darauf, wie wichtig dieses Thema im klinischen Alltag ist.

Mit anderen Worten: Suizidales Verhalten und Erleben betreffen weit mehr Menschen, als man gemeinhin annimmt. Trotzdem wird darüber erstaunlich wenig gesprochen. Scham, Angst vor Stigmatisierung und das Gefühl, anderen zur Last zu fallen, halten viele Betroffene davon ab, sich mitzuteilen.

Gerade deshalb ist der unmittelbare Zeitraum nach einem Suizidversuch so entscheidend. Einerseits ist das Risiko eines erneuten Versuchs in den ersten Wochen und Monaten danach besonders hoch – andererseits sind viele Betroffene in dieser Phase erstmals offen für professionelle Unterstützung.

Genau hier braucht es spezifische therapeutische Ansätze, die den Suizidversuch und die dahinterliegenden Gedanken und Gefühle als eigenständiges Phänomen ernst nehmen, die zugrundeliegenden Prozesse verstehbar machen und weitere suizidale Entwicklungen frühzeitig erkennen und verhindern.

Warum reicht es nicht aus, nur die zugrunde liegende psychische Störung zu behandeln?

Suizidales Verhalten wird häufig mit psychischen Störungen wie Depressionen, Borderline-Persönlichkeitsstörung oder Suchterkrankungen in Verbindung gebracht. Diese spielen tatsächlich oft eine Rolle – erklären das Phänomen aber nicht vollständig.

Zum einen erleben auch Menschen ohne diagnostizierbare psychische Störungen Suizidgedanken, etwa in belastenden Lebenssituationen. Suizidgedanken sind ein unspezifisches Phänomen: Sie treten häufig auf, können viele Formen annehmen – von lebensmüden Gedanken bis hin zu konkreten Vorstellungen bzw. vorbereitenden Handlungen – und die wenigsten Menschen, die sie erleben, werden sie jemals in die Tat umsetzen.

Die entscheidende Frage ist daher, welche Faktoren den Übergang von Suizidgedanken zu suizidalem Verhalten erklären – und warum dieser Schritt bei den meisten Menschen ausbleibt. Die moderne Suizidforschung zeigt, dass beide Prozesse durch ein jeweils eigenes Zusammenspiel von Faktoren bedingt sind: psychischer Schmerz, Hoffnungslosigkeit, soziale Isolation und belastende Lebensereignisse – aber auch neurobiologische Faktoren wie veränderte Stressregulation, Impulsivität und Veränderungen in der Entscheidungsfindung.

Dabei hat die aktuelle Forschung eine wichtige Erkenntnis hervorgebracht: Die Entstehung von Suizidgedanken und der Übergang von Gedanken zu suizidalem Verhalten sind zwei unterschiedliche Prozesse – mit jeweils eigenen Risikofaktoren und therapeutischen Konsequenzen. Das bedeutet: Selbst, wenn sich eine Depression bessert und die Suizidgedanken verschwinden, können andere Faktoren fortbestehen, die das Risiko eines Suizidversuchs oder Suizids weiterhin erhöhen.

Genau deshalb reicht es häufig nicht aus, allein die zugrundeliegende psychische Störung zu behandeln. Entscheidend ist zu verstehen, wie suizidales Verhalten im Einzelfall entsteht – und welche individuellen Mechanismen dazu führen, dass aus Suizidgedanken eine Handlung wird. Erst wenn diese Dynamik sichtbar wird, lassen sich gezielte Präventionsstrategien entwickeln.

Wie ist das RISE-Programm grundsätzlich aufgebaut – und welche zentralen Bausteine gibt es?

Das RISE-Programm wurde mit einem klaren Ziel entwickelt: eine wirksame suizidpräventive Intervention zu schaffen, die realistisch im klinischen Alltag umsetzbar ist.

Das Programm umfasst fünf strukturierte jeweils 50-minütige Einzelsitzungen. Dadurch kann es sowohl im stationären Setting innerhalb weniger Wochen als auch ambulant durchgeführt werden.

Der Hintergrund ist eine Erfahrung aus der Praxis: Viele Menschen möchten nach einem Suizidversuch keinen langen Klinikaufenthalt oder sofort eine langfristige Therapie beginnen. Deshalb wurde RISE bewusst als kompaktes, niedrigschwelliges Programm konzipiert.

Jede Sitzung folgt einer klaren Struktur und enthält konkrete Übungen, Arbeitsblätter und Hausaufgaben, sodass Patient*innen die Inhalte aktiv in ihren Alltag übertragen können.

Das Programm gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauenden Bausteine: Zunächst wird der vorangegangene Suizidversuch detailliert analysiert, um zu verstehen, wie sich die suizidale Krise entwickelt hat. Darauf aufbauend entsteht eine individuelle Fallkonzeptualisierung, die sichtbar macht, welche Faktoren im konkreten Fall zum Suizidversuch beigetragen haben. 

Ein weiterer zentraler Bestandteil ist der gezielte Umgang mit Suizidgedanken: Patient*innen lernen, die Funktion dieser Gedanken zu verstehen, Distanz zu ihnen zu entwickeln und einen konstruktiven Umgang mit ihnen zu finden – anstatt von ihnen überwältigt zu werden.

Anschließend werden persönliche Frühwarnzeichen, individuelle Bewältigungsstrategien sowie ein maßgeschneiderter Krisen- und Notfallplan erarbeitet. Ein besonderer Bestandteil des Programms ist die begleitende Lifestep-App: Patient*innen können ihren persönlichen Krisenplan direkt in der App hinterlegen, eine individuelle digitale Schatzkiste mit stabilisierenden Ressourcen anlegen und auf fundierte Informationen zu suizidalem Erleben und Verhalten zugreifen. Damit sind alle wichtigen Inhalte jederzeit griffbereit – auch zwischen den Sitzungen und in akuten Krisenmomenten, wenn Unterstützung am dringendsten gebraucht wird.

Abschließend steht die Rückfallprävention: Patient*innen üben in der Vorstellung alternative Handlungswege für zukünftige Krisensituationen ein und passen diese bei Bedarf an ihre individuelle Situation an.

Das RISE-Programm basiert auf einem integrativen theoretischen Rahmen, der kognitive, verhaltenstherapeutische und neurobiologische Erkenntnisse der modernen Suizidforschung verbindet – insbesondere die Unterscheidung zwischen den Prozessen der Entstehung von Suizidgedanken und dem Übergang zu suizidalem Verhalten.

Das vorliegende Buch verbindet dabei Theorie und Praxis: Es liefert einen fundierten theoretischen Hintergrund zum Phänomen suizidalen Verhaltens, stellt zentrale Entstehungsmodelle vor und gibt einen strukturierten Überblick über die klinische Risikoeinschätzung. Auf dieser Grundlage wird RISE als vollständig manualisierte, direkt anwendbare Intervention vorgestellt – inklusive Sitzungsleitfäden, Arbeitsblättern, praktischen Tools und einem strukturierten Instrument zur Einschätzung des Suizidrisikos, das Therapeut*innen zusätzliche Orientierung im klinischen Alltag bietet.

Warum ist die Kombination aus kognitiv-behavioraler Therapie und ACT bei suizidalen Patient*innen besonders hilfreich?

Viele Menschen reagieren auf Suizidgedanken zunächst mit einem sehr verständlichen Impuls: Sie versuchen, diese Gedanken so schnell wie möglich loszuwerden.
Das Problem ist, dass genau dieser Versuch häufig dazu führt, dass die Gedanken noch präsenter werden. Je stärker man versucht, sie zu unterdrücken, desto mehr Raum nehmen sie ein – und desto schwerer wird es, ihnen nicht zu folgen.

Hier setzt die Acceptance and Commitment Therapy (ACT) an. Patient*innen lernen zunächst, Suizidgedanken als das zu erkennen, was sie sind: Gedanken – keine Handlungsanweisungen.

Dabei lohnt es sich, auch die Funktion dieser Gedanken zu verstehen. Suizidgedanken erfüllen oft eine psychologische Funktion: Sie können in unerträglichen Momenten vorübergehend Erleichterung verschaffen – etwa das Gefühl, dass es einen Ausweg gibt – und dadurch paradoxerweise zur Aufrechterhaltung der Krise beitragen. Das Verstehen dieser Funktion eröffnet einen wichtigen therapeutischen Ansatzpunkt: Wenn klar wird, welches Bedürfnis hinter den Gedanken steckt, können gezielt andere Wege zur Entlastung gefunden werden – und die Gedanken selbst können schrittweise modifiziert werden.

Wenn Suizidgedanken nicht mehr sofort bewertet oder bekämpft werden müssen, verändert sich der Umgang damit oft grundlegend. Der Gedanke verliert an Macht und kann stattdessen als Signal für Überlastung verstanden werden – als Hinweis darauf, dass gerade etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und es Zeit ist, aktiv für Entlastung zu sorgen.

Die kognitiv-behavioralen Elemente helfen anschließend dabei, Auslöser und Denkmuster zu verstehen und konkrete Strategien für den Umgang mit Krisen zu entwickeln.

Gerade bei Menschen mit wiederkehrenden Suizidgedanken kann dieser Perspektivwechsel enorm entlastend sein: Der Gedanke wird nicht länger als Bedrohung erlebt, sondern als verstehbares – und veränderbares – Reaktionsmuster auf unerträgliche Belastung.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit zwischen Therapeut*in und Patient*in?

In der Behandlung suizidaler Menschen ist die therapeutische Beziehung oft der entscheidende Wendepunkt. Viele Betroffene haben ihre Gedanken über lange Zeit vollständig mit sich allein ausgemacht. Nicht selten erfährt selbst das engste Umfeld erst nach einem Suizidversuch, wie schlecht es der Person tatsächlich ging.

Scham, Selbststigmatisierung oder das Gefühl, anderen zur Last zu fallen, führen dazu, dass Menschen ihre Krise verborgen halten. Deshalb besteht eine der wichtigsten Aufgaben von Therapeut*innen zunächst darin, einen Raum zu schaffen, in dem diese Gedanken überhaupt ausgesprochen werden können.

Für viele Patient*innen ist es eine völlig neue Erfahrung, dass jemand ihre dunkelsten Gedanken anhört, aushält und ernst nimmt, ohne sie zu verurteilen.

Gleichzeitig erleben Menschen in suizidalen Krisen oft ein starkes Gefühl, eine Last für andere zu sein oder nicht wirklich dazuzugehören. In der therapeutischen Beziehung entsteht die Möglichkeit, hier eine korrigierende Erfahrung zu machen: dass ihre Gedanken nachvollziehbar sind, dass ihre Krise verstanden wird – und dass sie als Mensch weiterhin wichtig und wertvoll sind.

Diese Erfahrung, mit der Krise nicht mehr allein zu sein, ist für viele Betroffene der erste Schritt zurück in Richtung Hoffnung.

Wie sorgt das RISE-Programm dafür, dass Risiken früh erkannt und Rückfälle verhindert werden?

Das zentrale Ziel des RISE-Programms ist klar: erneute Suizidversuche verhindern.

Frühere Suizidversuche gehören zu den stärksten klinischen Risikofaktoren für weitere Versuche oder einen späteren Suizid. Deshalb setzt das Programm gezielt dort an, wo Prävention am wirksamsten ist: bei der frühen Erkennung einer sich entwickelnden Krise.

Im Rahmen der Therapie wird der vorangegangene Suizidversuch detailliert analysiert. Dabei zeigt sich häufig, dass sich eine Krise nicht plötzlich entwickelt, sondern über mehrere Schritte hinweg – mit bestimmten Gedanken, Gefühlen oder Veränderungen im Verhalten. Aus dieser Analyse werden individuelle Frühwarnzeichen herausgearbeitet. Patient*innen lernen, ihre eigenen Muster zu erkennen und frühzeitig wahrzunehmen, wenn sich eine Krise anbahnt.

Darauf aufbauend entwickeln Therapeut*in und Patient*in gemeinsam konkrete Bewältigungsstrategien für einen individuell zugeschnittenen Krisenplan, der direkt in die Lifestep-App eingetragen werden kann.

Zusätzlich kann – mit Zustimmung der Patient*innen – auch das persönliche Umfeld einbezogen werden. Dadurch entsteht ein unterstützendes Netzwerk, das ebenfalls dazu beitragen kann, Warnsignale frühzeitig zu erkennen.

Wer die eigene Krisendynamik versteht und weiß, was in schwierigen Momenten wirklich hilft, ist deutlich besser in der Lage, eine sich anbahnende Krise frühzeitig zu erkennen – und ihr entgegenzuwirken, bevor sie eskaliert.

Die Materialien im Anhang – von Leitfäden bis zu Arbeitsblättern – sind umfangreich. Wie unterstützen sie Therapeut*innen in der praktischen Umsetzung?

Suizidgedanken und die therapeutische Arbeit mit Menschen nach einem Suizidversuch sind klinisch anspruchsvolle und häufig angst- und schambesetzte Themen, die bei Therapeut*innen ausreichend Hintergrundwissen, Handlungssicherheit und klare Orientierung erfordern. Dieses Manual stellt daher umfangreiche Materialien bereit, die auch weniger erfahrene Therapeut*innen dabei unterstützen, dieses Thema gemeinsam mit ihren Patient*innen aktiv und wirkungsvoll anzugehen.

Die Arbeitsblätter erfüllen dabei eine doppelte Funktion: Für die Therapeut*innen bieten sie inhaltliche Orientierung und konkrete Vorschläge zur Sitzungsgestaltung, für die Patient*innen dienen sie als Anregung zur Selbstreflexion.

Sämtliche Materialien sind als Angebot zu verstehen und können entsprechend dem Hintergrundwissen der Therapeut*innen und den Bedürfnissen der Patient*innen individuell eingesetzt und angepasst werden.

Sie haben schon erwähnt, dass Patient*innen die Möglichkeit haben, mit der App «LifeStep» zu arbeiten, wie funktioniert diese, welche Vorteile bietet sie?

Patient*innen haben im Rahmen des RISE-Programms die Möglichkeit, ergänzend mit der LifeStep-App zu arbeiten. Die App ist kostenlos und steht sowohl für Android- als auch für iPhone-Smartphones zur Verfügung. Sie wurde im Rahmen des Netzwerks für Suizidprävention in Thüringen (NeST) von der AG Suizidologie unter der Leitung von Dr. Wagner entwickelt und basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Verhinderung suizidaler Krisen.

Die App umfasst fünf Module: einen Informationsbereich zu Suizidgedanken und suizidalen Handlungen – sowohl für Betroffene als auch für Angehörige –, eine Hope Box als digitale Schatzkiste für persönliche Kraftquellen (Fotos, Videos, Songs u.v.m.), einen individuellen Safety Plan mit Handlungsmöglichkeiten für verschiedene Krisenphasen, eine Liste professioneller Hilfseinrichtungen sowie eine Notfallfunktion für den direkten Kontakt mit Hilfsstrukturen.

Der zentrale Vorteil der App liegt in ihrer jederzeitigen Verfügbarkeit: Alle im Rahmen der Therapie erarbeiteten Inhalte – Frühwarnzeichen, Bewältigungsstrategien, Vertrauenspersonen, Gründe für das Leben und Notfallkontakte – sind jederzeit griffbereit, auch zwischen den Sitzungen und in akuten Krisenmomenten und können jederzeit angepasst werden. 

Deshalb werden die zentralen Inhalte der Module gezielt im Rahmen der RISE-Intervention erarbeitet und in der App festgehalten – mit dem Ziel, diese so spezifisch und individuell zu gestalten, dass sie bei einer sich anbahnenden Krise aktiv und selbstständig eingesetzt werden können.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch! 

Priv.-Doz. Dr. phil. med. habil. Gerd Wagner

Priv.-Doz. Dr. phil. med. habil. Gerd Wagner, geb. 1974, 1995–2000 Studium der Psychologie in Tübingen und Jena. 2004 Promotion. 2011 Approbation als psychologischer Psychotherapeut im Vertiefungsverfahren Verhaltenstherapie. 2020 Habilitation. Seit 2001 bis jetzt: wissenschaftlicher Mitarbeiter und approbierter Psychotherapeut an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Jena; Leiter der AG „Suizidologie“. 2022 Geschäftsführer der Deutsche Gesellschaft zur Suizidprävention (DGS). Arbeitsschwerpunkt: Erforschung der Ursachen des suizidalen Verhaltens, dessen Prävention und Intervention.

Dr. phil. Lydia Bahlmann

Dr. phil. Lydia Bahlmann, geb. 1990. 2010–2014 Studium der Soziologie in Halle/Saale, 2013–2019 Studium der Psychologie in Hagen und Jena. 2019–2025 Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Approbation 2025. 2019–2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Jena, Promotion im Bereich Suizidologie (2025). 2025 leitende Psychologin in einer Suchtrehabilitationseinrichtung. Seit 2026 in eigener vertragspsychotherapeutischer Praxis in Peine tätig.

M.Sc. Psych. Marlehn Lübbert

M.Sc. Psych. Marlehn Lübbert, geb. 1991. 2009-2016 Psychologiestudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2017-2018 arbeitspsychologische Tätigkeit am Thüringer Oberlandesgericht. 2017 bis 2025 Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) am WPP Jena und am DGVT Rostock, Approbation 2025. 2018-2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikum Jena. 2021 bis 2025 psychotherapeutische Tätigkeit an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Rostock. Seit 2026 in psychotherapeutischer Praxis in Rostock tätig.

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