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BUEVA-II

Basisdiagnostik Umschriebener Entwicklungsstörungen im Vorschulalter – Version II

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Paper and Pencil

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Einsatzbereich

Screeningverfahren zur Früherkennung von Umschriebenen Entwicklungsstörungen und allgemeinen Entwicklungsrückständen für Kinder zwischen 4;0 und 6;5 Jahren. Individualtest.

Inhalt

Ziel der Vorschultestbatterie ist es, Umschriebene Entwicklungsstörungen und allgemeine Entwicklungsrückstände bereits vor Schulbeginn zu erkennen, um die betroffenen Kinder einer frühzeitigen Förderung zuführen zu können. Das diagnostische Vorgehen zeichnet sich durch eine hohe Durchführungsökonomie und einen breiten Anwendungsbereich aus. Folgende Leistungsbereiche werden mit den Kerntests geprüft: nonverbale Intelligenz, verbale Intelligenz, expressive Sprache, Aufmerksamkeit und auditives Arbeitsgedächtnis. Ergänzend liegen fakultative Tests zur Prüfung der Artikulationsleistungen sowie der Visuomotorik vor. Die Testbatterie kann auch im Rahmen von Schuleingangsuntersuchungen eingesetzt werden. Die Neuerungen gegenüber der ursprünglichen BUEVA umfassen: • eine Kürzung und eine Aktualisierung der Schwierigkeitsstaffelung im Untertest zur Erfassung der nonverbalen Intelligenz,• die Erfassung der verbalen intellektuellen Leistungsfähigkeit,• eine Kürzung des Untertests zur Visuomotorik sowie eine Verbesserung der Auswertungsschablonen und der Beschreibung der Auswertungsrichtlinien zu diesem Untertest, um eine hohe Auswertungsobjektivität sicherzustellen,• einen neuen Untertest zur Erfassung der expressiven Sprache,• einen neuen Untertest zur Untersuchung des Arbeitsgedächtnisses,• ein Abfrageschema zur Erleichterung der Diagnosestellung bei Umschriebenen Entwicklungsstörungen,• aktualisierte Normen, die an einer großen, für die Bundesrepublik Deutschland repräsentativen Stichprobe gewonnen wurden, • die Erweiterung der Normen auf die 4;0- bis 4;5-Jährigen sowie die 6;0- bis 6;5-Jährigen und • die Einführung eines Gesamtwertes der BUEVA-II.

Zuverlässigkeit

Die internen Konsistenzen für die Kerntests liegen zwischen α = .83 und α = .90, was angesichts der Kürze der Untertests als gut einzuschätzen ist.

Testgültigkeit

Es werden Ergebnisse zur internen kriteriumsbezogenen Validität, zur Korrelation mit Erzieherurteilen, zur Konstruktvalidität und zur prognostischen Validität dargestellt. In der Gesamtwürdigung fielen diese Resultate zufriedenstellend aus. Die Testergebnisse erlauben eine gute Prognose bezüglich der allgemeinen Entwicklung im Grundschulalter.

Normen

Die Normen beruhen auf einer für die Bundesrepublik repräsentativen Stichprobe von 1.157 Kindergartenkindern zwischen 4;0 und 6;5 Jahren. Die Eichung erfolgte in Halbjahresschritten. Ein großer Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass alle Teilleistungen an der gleichen Stichprobe normiert wurden, so dass Diskrepanzen zwischen den Teilleistungen nicht durch stichprobenbedingte Unterschiede verzerrt oder verwischt werden.

Bearbeitungsdauer

Die Durchführung der fünf Kerntests dieses individuell vorzugebenden Testverfahrens beansprucht in Abhängigkeit vom Alter und der Leistungsfähigkeit des Kindes zwischen 20 und 25 Minuten. Für die fakultativen Untertests zur Visuomotorik und zur Artikulation sind etwa 10 Minuten zu veranschlagen.

Erscheinungshinweis

In Anwendung seit 2012.

Ref-ID: 0142801