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Testbatterie zur Erfassung von Konfabulationstendenzen

TEKT

Testbatterie zur Erfassung von Konfabulationstendenzen

von S. Borsutzky, E. Fujiwara, H. J. Markowitsch
Preis: 164,00 €

Test komplett bestehend aus:

Test komplett bestehend aus: Manual, 10 Protokollbogen K-Interview, 10 Auswertungsbogen K-Interview, 10 Protokollbogen FF-Test, 10 Auswertungsbogen FF-Test, Vorlagenmappe FF-Test und Mappe

Produktinformationen

Einsatzbereich:
Patienten mit Hirnschädigungen und gesunde Erwachsene. Auch zur Untersuchung schwerer beeinträchtigter Patienten (z.B. Demenzpatienten) geeignet.
Das Verfahren:
Die TEKT dient der Erfassung von Konfabulationstendenzen sowie dem Screening von Altgedächtnisdefiziten bei hirngeschädigten Patienten. Konfabulationen sind, im Unterschied zum intentionalen Lügen, unwillentliche Äußerungen unwahrer Wissens- und Gedächtnisinhalte. Sie treten als Folge hirnorganischer Erkrankungen auf und sind zumeist mit Gedächtnisstörungen verbunden. Ferner werden Konfabulationen auch häufig im Zusammenhang mit exekutiven Dysfunktionen beobachtet. TEKT besteht aus zwei voneinander unabhängig einsetzbaren Testverfahren: dem Konfabulationsinterview (K-Interview) und dem Famous Faces Test mit Distraktoren (FF-Test-Dis). Das halbstrukturierte K-Interview besteht aus insgesamt 55 Items und Fragen zum episodischen, semantischen und prospektiven Gedächtnis sowie Fragen zur räumlich-zeitlichen Orientierung. Zwei Gesamtscores geben Hinweise auf eventuelle Altgedächtnisdefizite und/oder Konfabulationstendenzen. Zusätzlich dazu können für die einzelnen Domänen auch die jeweilige Gedächtnisleistung und die Konfabulationstendenz bestimmt werden. In Ergänzung zum K-Interview prüft der FF-Test-Dis ausführlich den Bereich des semantischen Altgedächtnisses. 15 Fotos von berühmten Personen und 7 Fotos von unbekannten Personen werden dem Probanden zum »Wiedererkennen« vorgelegt. Auch hier kann mittels zweier Gesamtscores sowohl die Gedächtnisleistung als auch die Konfabulationstendenz bestimmt werden. Während Gedächtnisdefizite und Konfabulationen im episodischen Gedächtnis bereits nach leichter Hirnschädigung auftreten können, ist das semantische Gedächtnis erst bei schwerer neurologischer oder neurodegenerativer Erkrankung davon betroffen. Aufgrund seiner patientenfreundlichen Gestaltung (geringe Beanspruchung, kurze Durchführungsdauer) ist der FF-Test-Dis auch problemlos mit diesen Patienten durchführbar.
Zuverlässigkeit:
Die Retest-Reliabilität liegt bei beiden Testverfahren für den Gedächtnisscore bei rtt = .91 und für den Konfabulationsscore bei rtt = .66.
Gültigkeit:
Sowohl bei Hirngesunden als auch bei den untersuchten Patienten korreliert der semantische Gedächtnisbereich des K-Interviews mit dem Gedächtnisscore des FF-Test-Dis (r = .3 und r = .5). Bei den Patienten zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Konfabulationsscores beider Testverfahren (r = .5). Für den Gedächtnisscore des K-Interviews konnten positive Zusammenhänge mit anderen Gedächtnisleistungen gefunden werden (r = .3 bis r = .5). Die Konfabulationstendenz korreliert demgegenüber negativ mit anderen Gedächtnisleistungen (r = –.3 bis r = –.4).
Normen:
Es liegen Mittelwerte und Standardabweichungen für hirngesunde Probanden (N = 163) und für Patienten mit alkoholbedingtem Korsakow-Syndrom (N = 50) vor. Zudem werden zur ökonomischen Auswertung Cut-Off Werte angegeben.
Bearbeitungsdauer:
Die Durchführung des K-Interviews dauert maximal 10-20 Minuten. Für die Bearbeitung des FF-Tests-Dis werden ca. 5 Minuten benötigt.

In Anwendung seit 2006.
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