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Produktinformationen
Einsatzbereich:
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene. Das SFB dient der Familien- und Beziehungsdiagnostik in Familien-, Ehe- und Erziehungsberatung, in Klinischer Psychologie, Psychiatrie und Gesundheitsförderung. In der Familientherapie ist es ein Hilfsmittel für die Indikationsstellung und kann zur Interventionskontrolle und -evaluation eingesetzt werden.
Das Verfahren:
Das SFB erfasst mit der Methodik des semantischen Differenzials Beziehungsstrukturen in der Familie oder in anderen persönlichen Beziehungen. Dabei kommen gerichtete Beziehungsangebote zur Darstellung: Wie verhält sich Person X gegenüber der Person Y? Es werden dabei zwei grundlegende Aspekte, emotionale Verbundenheit (Valenz) und individuelle Autonomie (Potenz), unterschieden. Theoretische Grundlage des Tests ist das «Entwicklungs-Kohäsions-Modell» der Familienbeziehungen, das auf system- und entwicklungstheoretischen Überlegungen basiert. Im Standard-Anwendungsfall wird die Beziehungsstruktur einer familiären Triade (Vater, Mutter, Kind) beschrieben, wobei das SFB von jedem Familienmitglied getrennt erhoben wird; weitere Beziehungen können mit Zusatzbögen beschrieben werden. Das Verfahren liefert eine Fülle von strukturellen Informationen, die grafisch direkt im Beratungs-, Therapie- und Supervisionsprozess genutzt werden können. Es ist schnell, einfach und ökonomisch einsetzbar. Die Auswertung kann mit Hilfe zweier Schablonen in etwa fünf Minuten vorgenommen werden.
Zuverlässigkeit:
Es liegen Daten zur internen Konsistenz, Paralleltest- und Retestreliabilität vor, die eine gute bis zufrieden stellende Zuverlässigkeit belegen.
Gültigkeit:
Die Konstruktvalidität ist gut belegt; die Korrelationen zu Außenkriterien fallen erwartungskonform aus.
Normen:
Prozentrangnormen für Jugendliche. Daneben liegen Vergleichswerte für Jugendliche und Eltern vor.
Bearbeitungsdauer:
10 bis maximal 15 Minuten (im Gruppen- oder Einzelversuch).
In Anwendung seit 1994.