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Produktinformationen
Einsatzbereich:
Ab 18 Jahren, Einzel- und Gruppenverfahren. Verwendung in klinischer und forensischer Psychologie und Psychiatrie wie auch bei persönlichkeitsdiagnostischen Fragen allgemeiner Art.
Das Verfahren:
Das MMPI-2 ist eine überarbeitete und komplett neu normierte Version des Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI). Mit Hilfe des MMPI-2 kann man in ökonomischer Weise ein relativ vollständiges Bild von Persönlichkeit und Beschwerden eines Rat suchenden Klienten oder Patienten erhalten. Von den 567 Items des deutschen MMPI-2 wurden 310 Items unverändert und 149 sprachlich umformuliert aus dem MMPI-Saarbrücken übernommen; 108 Items wurden neu konstruiert. Die neu konstruierten Items beziehen sich auf klinisch relevante Bereiche wie Medikamentenmissbrauch, Suizidtendenz, Verhaltensmuster vom Typ A, familiäre Anpassung, Arbeitsverhalten und Zugänglichkeit für Psychotherapien, die im MMPI bisher nicht so umfangreich enthalten waren. Die drei Gültigkeitsskalen und die zehn klinischen Basisskalen, die sich beim MMPI aus den ersten 370 Items bilden lassen, bleiben in ihrer Zusammensetzung weitestgehend gleich, so dass die beim MMPI in reichem Maße vorliegenden Daten zur Interpretation ohne inhaltliche Änderungen übernommen werden können. Zusätzlich werden aus dem Itemmaterial der Gesamtform 15 rational/faktorenanalytisch konstruierte homogene Inhaltsskalen und weitere Inhaltskomponentenskalen gebildet, die einen umfassenden Überblick über alle Bereiche gestörten psychischen Wohlbefindens geben. Das deutsche Handbuch zum MMPI-2 berichtet wesentlich ausführlicher als frühere Auflagen über die klinische Interpretation des Tests.
Faxauswerteservice:
Für den MMPI-2 gibt es ein faxgestütztes Auswertungs- und Interpretationssystem: Nach dem Faxen des ausgefüllten Antwortblatts wird dem Anwender innerhalb von wenigen Minuten eine vollständige Auswertung und Interpretation zurückgefaxt. Hier finden Sie nähere Informationen:
Zuverlässigkeit:
Die interne Konsistenz der (empirisch konstruierten) klassischen Basisskalen liegt zwischen α = .60 (L) und α = .88 (Sc, Frauen wie Männer, Normierungsstichprobe), die der (rational/faktorenanalytisch konstruierten) Inhaltsskalen liegt – trotz geringerer Itemzahl – etwas höher (zwischen α = .71 und α = .87). Retestreliabilitäten wurden für eine Stichprobe von 49 Männern und 58 Frauen berechnet. Sie liegen bei den Basisskalen zwischen rtt = .62 und rtt = .92, bei den Inhaltsskalen zwischen rtt = .63 und rtt = .91.
Gültigkeit:
Je nach Skalentyp gibt es umfangreiche empirische und/oder faktorenanalytische Untersuchungen zur Gültigkeit der Skalen. Die internationale Originalliteratur wurde in vielen Übersichtsarbeiten und Handbüchern für die klinische und forensische Interpretation zusammengefasst. Der Einfluss von Verfälschungstendenzen auf das Testergebnis ist sehr gut untersucht.
Normen:
Die deutsche Testform wurde an einer repräsentativen Stichprobe von 958 18- bis 70-jährigen Personen der Bundesrepublik Deutschland komplett neu normiert. Die Normen sind geschlechtsdifferenziert. Unterschiede zu den alten Normen des MMPI-Saarbrücken sind tabellarisch aufbereitet.
Bearbeitungsdauer:
Etwa 60 bis 90 Minuten.
In Anwendung seit 2000.