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Produktinformationen
Einsatzbereich:
Jugendliche und Erwachsene von 15–62 Jahre.
Das Verfahren:
In zahlreichen Situationen des Alltags werden durch eine momentane Ablenkung selbst kurze Informationen vergessen. Ein Grundzug sprachlicher Kommunikation: Während das verbale Arbeitsgedächtnis Inhalte speichert, werden weitere verbale Reize wahrgenommen, die zusätzlich verarbeitet werden müssen. Dieses kurzfristige Behalten verbaler Informationen unter verbalen Interferenzbedingungen überprüft der Konsonaten-Trigramm-Test (KTT). Der Test ist eine Umsetzung des in den 50er Jahren konzipierten Brown-Peterson-Paradigmas. Dieses Paradigma entwickelte sich zu einem klassischen Design bei der Untersuchung des Kurzzeitgedächtnisses. Es existiert eine sehr umfangreiche Literatur zu diesem Untersuchungsdesign, das die Theoriebildung zum Kurzzeitgedächtnis immer wieder in entscheidender Weise prägte.
Der KTT untergliedert sich in zwei Aufgaben: eine Merkaufgabe und eine Subtraktionsaufgabe. Zu merken sind jeweils drei Konsonanten, dies für die Dauer von 9 oder 18 Sekunden. Während dieser Behaltensphasen soll der Proband von einer vorgegebenen Zahl in Dreierschritten rückwärts zählen. Der Test enthält 20 Trigramme, dazu zwei Übungs- und sechs Ersatztrials. Er liegt in zwei Parallelformen vor: KTT-A und KTT-B. Als Standardauswertung wird die Summe der richtig reproduzierten Konsonanten erfasst. Für spezifische diagnostische Fragestellungen können die innerhalb des Trigramms an richtiger Position genannten sowie aus dem vorausgegangenen Trial perseverierten Konsonanten bewertet werden – alle drei Variablen auch unter Berücksichtigung des jeweiligen Behaltensintervalls.
Zuverlässigkeit:
Die Split-Half-Koeffizienten und Cronbachs Alpha für die Variablen „Richtige“ und „richtige Position“ liegen zwischen .80 und .91, die Paralleltest-Reliabilität zwischen .86 und .91.
Gültigkeit:
In einer faktorenanalytischen Untersuchung von hirngeschädigten Patienten (N = 64) war die Ladung auf dem Faktor „Verbale Merkfähigkeit“ deutlich höher als auf den Faktoren „Exekutive Funktionen“ oder „Arbeitsgedächtnis“. Die Literatur wird im Hinblick auf Validitätsfragen zusammenfassend dargestellt.
Normen:
Es liegen bildungsspezifische Normwerte (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) für den Altersbereich 15 bis 62 Jahre vor: für die Variablen „Richtige“, „richtige Position“ und „Perseverationen“ (sowohl für die Gesamtleistung als auch getrennt für das 9 bzw. 18 Sekunden-Intervall). Geschlechtsunterschiede wurden nicht gefunden.
Bearbeitungsdauer:
10 bis 15 Minuten.
In Anwendung seit 2002.