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Produktinformationen
Einsatzbereich:
Grundlegende Beurteilung kognitiver Funktionen bei Personen zwischen 11 und 85 Jahren.
Das Verfahren:
Der K-NEK gestattet die grundlegende Beurteilung kognitiver Funktionen und gründet auf der zentralen Denktheorie von Luria. Das Verfahren ist gut geeignet, um die Indikation zu einer umfassenden und somit zeitaufwändigen neuropsychologischen Diagnostik zu stellen, von der es zugleich einen Teil abdeckt. Weiter können mit seiner Hilfe Hypothesen für die hypothesengeleitete Diagnostik aufgestellt werden. Das Verfahren umfasst vier Untertests auf drei Niveaus kognitiver Komplexität, die die verschiedenen Bereiche bzw. Blöcke der zentralen Denktheorie repräsentieren:
Block I wird durch den Untertest Orientierung repräsentiert. Dieser Untertest bringt die klassische klinische Prüfung der Orientierung, wie sie Neurologen und Psychiater vornehmen, in eine standardisierte und normierte Form. Mit seiner Hilfe kann entschieden werden, ob ein Patient aktuell über ein Ausmaß von Wachheit, Orientiertheit und Basalfunktionen verfügt, das ein weiteres diagnostisches Vorgehen gestattet.
Block II umfasst die Untertests Gestaltschließen und Zahlennachsprechen, die das mittlere Niveau kognitiver Komplexität repräsentieren. Während Gestaltschließen als besonders valides Maß simultaner Informationsverarbeitung angesehen wird, gilt dies für Zahlennachsprechen in Bezug auf sequenzielle Informationsverarbeitung.
Block III besteht aus dem Untertest Wortsuche, durch den Handlungs- und Planungsfunktionen als Anteil der Exekutivfunktionen beurteilt werden sollen. Durch Anwendung vorgegebener Informationen und logischer Ausschlussprinzipien sollen Buchstaben und Kurzwörter aus einer größeren Auswahl identifiziert werden.
Zusätzlich zur Bestimmung der einzelnen Skalenwerte und eines Gesamtwertes erlaubt der Test die Berechnung eines Beeinträchtigungsindexes, der als einfaches, aber objektives Maß kognitiver Funktionsbeeinträchtigung konzipiert ist. Er hilft darüber hinaus bei der Beurteilung der Notwendigkeit einer weiterführenden neuropsychologischen Diagnostik.
Zuverlässigkeit:
Die Reliabilitätskoeffizienten - nach der Testhalbierungsmethode berechnet - sind: Gestaltschließen .88; Zahlennachsprechen .76; Wortsuche .88; Verarbeitungskomponente Block II .88; K-NEK Gesamt-Standardwert .92.
Gültigkeit:
Mehrere Untersuchungen haben zur Validitätsprüfung in Deutschland (und in den USA) stattgefunden, u.a. Korrelations- und Faktorenanalysen mit Feldstichproben; Berechnung der Altersdifferenzierung etc. Die Ergebnisse der verschiedenen Studien werden ausführlich im Manual beschrieben.
Normen:
Der K-NEK wurde mit Hilfe einer Stichprobe von über 3.300 Versuchspersonen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol normiert.
Bearbeitungsdauer:
Ca. 25 Minuten.
In Anwendung seit 2004.