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Produktinformationen
Einsatzbereich:
Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen 15 und 85 Jahren. Anwendungsschwerpunkte in der klinischen Neuropsychologie und Testpsychologie in neurologischen und psychiatrischen Kliniken.
Das Verfahren:
Der Category Test wurde von Halstead (1947) als ein Verfahren zur Prüfung der Fähigkeit zur abstrakten Konzeptbildung eingeführt. Die zu lösende Aufgabe besteht darin, ein Ordnungskonzept zu finden, nach dem einfachen geometrischen Mustern, die nebeneinander dargestellt sind, eine Zahl zwischen eins und vier zugeordnet werden kann. Das Konzept muss frei gefunden werden, das Programm signalisiert, ob die gewählte Zahl richtig ist oder nicht. Als mögliche Kategorien für die Konzeptbildung sind in den Mustern die Parameter Größe, Form, Anzahl, Anordnung und Farbe hinterlegt. Sie können von Subtest zu Subtest wechseln, allerdings nicht systematisch, darüber hinaus wechseln auch andere Eigenschaften der Bilder, die nichts mit den genannten Konzepten zu tun haben. Der PC-Test besteht aus sieben Subtests und insgesamt 208 Items und verfügt über eine computerisierte Auswertung.
Zuverlässigkeit:
Der HCT ist von seinem Aufbau her eine Lernaufgabe. Wenn man das Lösungsprinzip eines Subtests erkannt hat, macht man in der Folge in diesem Subtest weniger Fehler als wenn man es noch nicht erkannt hat. Insofern sind die Items seriell abhängig und Berechnungen der internen Konsistenz wenig sinnvoll.
Eine relativ umfassende Untersuchung zur Test-Retest-Reliabilität des HCT und zum Leistungszugewinn bei der zweiten Messung haben Dikmen et al. (1999) durchgeführt. Die Test-Retest-Reliabilität im durchschnittlichen Abstand von neun Monaten betrug rtt = .85. Selbst bei diesem relativ großen Abstand zwischen den Messungen lag der Übungsgewinn bei knapp einer halben Standardabweichung (d = .4). In einer weiteren Detailanalyse konnte gezeigt werden, dass bei jüngeren und bei intelligenteren Probanden der Zugewinn beim HCT besonders groß war.
Gültigkeit:
Die Studie von Allen et al. (1999) lieferte Daten zur Konstruktvalidität des HCT. Dabei zeigten sich mäßig hohe Korrelationen mit den IQ-Werten des WAIS (zwischen .42 und .59). Ähnlich hohe Beziehungen bestanden auch zu anderen Subtests der Halstead Reitan Neuropsychological Battery einschließlich des Trail Making Tests und zum Wisconsin Card Sorting Test (WCST). Zum WCST fanden sich auch in anderen Untersuchungen moderate Korrelationen. King und Snow (1981) berichteten Zusammenhänge zwischen dem HCT und der Kategorienanzahl im WCST, und zwar r = .53 bei 89 hirngeschädigten Patienten und r = .43 bei 67 gesunden Probanden. Von den Subtests des HAWIE bzw. HAWIE-R korrelieren Mosaiktest, Zahlen-Symbol-Test und Gemeinsamkeiten Finden am höchsten mit dem HCT. Für die Konstruktvalidität des HCT ergaben sich in anderen Untersuchungen auch Zusammenhänge mit der Lernfähigkeit, der Konzeptbildung und der visuospatialen Wahrnehmung.
Normen:
Die Normen für den HCT stammen aus einer metaanalytischen Zusammenfassung von internationalen Normdaten von 10 publizierten Studien mit insgesamt 1.622 Probanden im Altersbereich zwischen 15 und 85 Jahren. Der Normierung liegen folgende Schritte zugrunde: (a) Transformation der schief verteilten Fehlerrohwerte in lineare Leistungswerte, die an der Leistung gesunder junger Erwachsener normiert sind, (b) Zusammenfassung, Transformation und Glättung der publizierten Fehlerrohwerte pro Altersgruppe und (c) Tabellierung altersnormierter Standardwerte.
Bearbeitungsdauer:
Gesunde Probanden bearbeiten den HCT in ungefähr 20 Minuten, psychiatrische Patienten in 25 bis 30 Minuten. Dabei ist die Anwesenheit eines Testleiters in unmittelbarer Nähe nicht erforderlich. Er muss lediglich für Rückfragen der Patienten erreichbar sein.
In Anwendung seit 2007.