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Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar

FAIR

Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar

von H. Moosbrugger, J. Oehlschlägel
Teilweise lieferbar

Test komplett bestehend aus:

Test komplett bestehend aus: Manual, je 10 Testheften Form A + B sowie 16 Auswertungsschablonen

Produktinformationen

Einsatzbereich:
Das Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar FAIR ist ein Verfahren zur Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdiagnostik in den Dimensionen Leistung, Qualität und Kontinuität. Es bestehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten für den Altersbereich 9 bis 72 Jahre in allen psychologischen Praxisfeldern, wie z.B. Eignungsdiagnostik, Arbeits-, Betriebs- und Wirtschaftspsychologie, Berufs- und Erziehungsberatung, Pädagogische und Schulpsychologie, Medizinische, Klinische, Pharmako- und Neuropsychologie, Verkehrs- und Sportpsychologie sowie als Instrumentarium zu Forschungszwecken.
Das Verfahren:
Das FAIR misst gerichtete Aufmerksamkeit als Fähigkeit zur konzentrierten, d.h. genauen und schnellen Diskrimination visuell ähnlicher Zeichen unter gleichzeitiger Ausblendung aufgabenirrelevanter Information. Es ist dadurch charakterisiert, dass es mit zwei Zielitems, mit einer sorgfältig kontrollierten Itemverteilung und mit dem vollständigen Markierungsprinzip arbeitet. Der Leistungswert L informiert über die Menge der konzentriert bearbeiteten Testitems. Der Qualitätswert Q weist den Anteil der konzentriert abgegebenen Urteile in Relation zu allen abgegebenen Urteilen auf. Der Kontinuitätswert K informiert über das Ausmaß der kontinuierlich aufrechterhaltenen Konzentration. Der Markierungswert M gibt Hinweise darüber, ob die Instruktion von den Testpersonen angemessen befolgt worden ist. Es existieren zwei Testformen, von denen die Form A besser im leistungsstarken, die Form B besser im leistungsschwachen Bereich differenziert. Das wohldurchdachte Testheft, in welchem Instruktion, Testbögen, Protokollierung und Auswertung für jede einzelne Testperson eine abgeschlossene Einheit bilden, erweist sich für die Testpraxis als sehr zweckmäßig. Ein anschauliches Auswertungsschema lässt die einzelnen Auswertungsschritte rasch zur Routine werden. Das Testwerteprofil erleichtert die Interpretation. Mit dem Testauswerteprogramm kann nach Eingabe der protokollierten Gesamt- und Fehleranzahl ein Auswertungsbogen inklusive der Prozentrang- und Standard-Nine-Normwerte automatisch erstellt werden.
Zuverlässigkeit:
Für die Testwerte L und K betragen die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) zwischen α = .90 und α = .92. Die Retest-Reliabilitäten (Intervall ca. 10 Minuten) liegen zwischen rtt = .85 und rtt = .91 und die Paralleltest-Reliabilitäten (Intervall eine Woche) zwischen r = .82 und r = .83. Auch die Testwerte M und Q, welche die Fehlantworten der Probanden ausdrücklich miteinbeziehen, weisen mit Werten zwischen r = .65 und r = .80 Reliabilitäten in geeigneter Höhe auf.
Gültigkeit:
Die konvergente bzw. diskriminante Validität des FAIR ist durch verschiedene Analysen von Zusammenhängen mit anderen Tests, welche ähnliche (Aufmerksamkeits-Belastungs-Test d2, TAP-Untertest Daueraufmerksamkeit) bzw. unähnliche Konstrukte (Intelligenz mit CFT 3) erfassen, deutlich belegt. Die Konstruktvalidität ist für das FAIR durch das einheitliche Itemkonstruktionsprinzip gegeben. Alle Testwerte des FAIR zeigen eine hohe faktorielle Validität. Die Testleistung im FAIR ist unabhängig vom Geschlecht. Das FAIR ist weitestgehend verfälschungssicher, insbesondere hinsichtlich des Phänomens artifiziell überhöhter scheinbarer Aufmerksamkeitsleistungen.
Normen:
Das Manual von 1996 enthält Prozentrang- und Standard-Nine-Normen für die Testwerte L, Q, K und M, sowohl generelle als auch nach fünf Altersgruppen (14-17 Jahre, 18-19 Jahre, 20-25 Jahre, 26-35 Jahre, 36 Jahre und älter) getrennte Normen, jeweils für Testform A und B (N = 1.553, 55 % Frauen). Das Testauswerteprogramm liegt nun in der 2., aktualisierten Auflage von 2005 vor. Es stellt außer den bisherigen Normen „erweiterte Normen“ zur Verfügung. Diese enthalten für Testform A zwei zusätzliche Altersgruppen (9-10 Jahre und 11-13 Jahre); in allen anderen Normen für Testform A und B wurden die zugrunde liegenden Stichproben erweitert (N = 2.220).
Bearbeitungsdauer:
Die Bearbeitungsdauer liegt bei ca. 10 Minuten, die reine Testdauer beträgt 6 Minuten.

In Anwendung seit 1996.
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