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Einsatzbereich:
Jugendliche und Erwachsene ab 18 Jahren. Verwendung in der Arbeitsmedizin, Psychotherapie und psychosozialen Beratung sowie in der hausärztlichen Versorgung und wissenschaftlichen Gesundheitsforschung. Das Verfahren eignet sich zur Eingangsdiagnostik sowie zur Verlaufs- und Erfolgskontrolle bei Präventions- und Förderungsmaßnahmen z.B. im innerbetrieblichen oder auch individualpsychologischen Bereich.
Das Verfahren:
Die Burnout-Screening-Skalen sind Selbstbeurteilungsverfahren zur Erfassung von subjektiven psychischen und physischen Beschwerden, wie sie typischerweise im Rahmen eines Burnout-Syndroms auftreten. Es stehen zwei unabhängig voneinander einsetzbare Fragebögen mit jeweils 30 Items zur Verfügung. BOSS I beinhaltet vier Skalen, mit denen Beschwerden in den Lebensbereichen Beruf, Eigene Person, Familie und Freunde über einen Beurteilungszeitraum von drei Wochen erfasst werden. BOSS II besteht aus drei Skalen (körperliche, kognitive und emotionale Beschwerden) und umfasst einen Beurteilungszeitraum von sieben Tagen. In der Auswertung wird pro Skala zwischen drei Globalwerten (Mittel-, Intensitäts- und Breitenwert) unterschieden. BOSS kann sowohl zur dimensionalen Diagnostik (Quantifizierung der Beschwerden) als auch kategorialen Diagnostik (Verdachtsdiagnose eines Burnout-Syndroms) eingesetzt werden.
Zuverlässigkeit:
Die internen Konsistenzen der einzelnen Skalen liegen in der Normstichprobe zwischen α = .75 und α = .91.
Gültigkeit:
Es liegen mehrere Validierungsstudien vor, welche u.a. erwartungskonforme Zusammenhänge zu Stress- und Beschwerdefragebögen (TICS, SCL-90-R) sowie zum Maslach Burnout Inventory zeigen.
Normen:
Es liegen T-Werte getrennt nach Mittelwert, Intensitäts- und Breitenwert vor. Die Normstichprobe umfasst 300 Personen (Altersbereich 18 bis 65 Jahre).
Bearbeitungsdauer:
Für beide Skalen gemeinsam etwa 10 bis 20 Minuten.